Mittwoch, 24. Oktober 2012

Selbstverständlichkeit

Hallo Ihr Lieben!

Immer wieder muss ich feststellen, das in unserer heutigen Gesellschaft alles selbstverständlich ist. Man macht eine "Sache" und die "Andere" auch und man bekommt noch nicht mal ein Danke. Es ist halt selbstverständlich. Man hat das Gefühl, das man gar nicht gewertschätzt wird. Ich möchte ja keine Lobeshymne, das auf keinen Fall. Ich helfe gerne. Nur wenn es als selbstverständlich abgetan wird, fragt man sich immer warum man sich das antut. Manchmal hasse ich meine Art, das ich immer für alle da bin. Kennt Ihr das auch?





Kommentare:

  1. Ja..ich kenne das auch. Aber dann gibts wieder momente im leben die einem einfach zeigen, dass es richtig ist, so wie man ist:)
    Ich mache mit einem Mädchen auf der Arbeit immer Hausaufgaben. Wenn wir fertig sind, läuft sie einfach weg. Manchmal aber, da lächelt sie mich an, als hätte ich ihren Tag gerettet, umarmt mich und bedankt sich ziemlich herzlich. Solche Momente zeigen mir, dass vieles zwar selbstverständlich geworden ist, aber manche menschen doch noch mal dankbar für Kleinigkeiten sind:)

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    1. Alleine das umarmen ist ein tolles Dankeschön. :) Darüber hätte ich mich auch sehr gefreut. :)

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  2. Ich kenne das auch nur zu gut :-( Ich finde aber, dass liegt am Vorleben. Wenn die Eltern schon alles für selbstverständlich halten, wie sollen die Kinder dann lernen danke zu sagen?

    Aber mich beruhigt auch, dass es anderen doch auch immer so geht, und ich nicht alleine die Dumme bin, die alles macht :-)

    LG Daniela

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    1. Ja, das mag sein, das es an der Erziehung liegt. Aber auch im Alter kann man noch lernen. Ich finde, Herzlichkeit ist ein "Muss", wenn man jemanden hilft. Ansonsten macht die Hilfe keinen Spass mehr, wenn sie selbstverständlich wird.
      Da Du auch "eine Dumme" bist, kennst Du das wohl auch nur zu gut. Man ist aber enttäuscht, oder? Und man hilft trotzdem weiter. :/

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  3. Ganz ehrlich, ich helfe auch gerne und habe mich schon oft geärgerrt das ichs getan habe, aber weisst was, wenn man so ist tut man Gutes und irgendwann kommt das zurück.
    Bleib so und lass Dich nicht frusten, denk an die vielen Leute denen Du hilfst , die das wirklich zu schätzen wissen !!!!!!
    Ab und zu muss man Leute auch wach rütteln und sagen was man denkt ...
    Drückdichmal

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    1. Hm, das blöde ist ja, das ich die Leute auch nicht "wach rütteln" mag. *drückdichzurück*

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  4. Und. WIE. Im Moment spüre ich es ganz besonders schlimm, weil wir "Praktikanten" auf der Arbeit ziemlich im Regen stehen gelassen werden und alle möglichen Arbeiten machen die eigentlich nicht so abgesprochen waren dass sie zu unserem Aufgabenbereich gehören usw.
    Aber es geht noch viel weiter.... gerade in letzter Zeit mach ich mir viele Gedanken um meinen zukünftigen Beruf, den ich eigentlich für meine Berufung halte... oder hielt. Ich dachte mir, ich will Menschen helfen, ich will etwas bewirken, ich will Krankheiten heilen und die Lebensqualität der Menschen verbessern. Nur dann lese ich immer wieder so absolut tiefe und erniedrigende Kommentare und Meinungen die manche Leute von Wissenschaft, Medizin und Forschung und den Menschen die in diesen berufsfeldern arbeiten, haben, dass ich mich zu meiner eigenen Schande ernsthaft frage wozu ich solchen Menschen überhaupt helfen will....?

    Und im Alltag ist das ja genauso... im Moment etwas besser weil ich keinen Unterricht habe sondern mein Praktikum mache, aber an der Uni war es teilweise wirklich extrem. Da kommt kein Danke, kein gar nichts. Und wenn man mal selbst etwas braucht, und sei es nur dass man jemanden um eine Erklärung von etwas bittet die keine Minute Zeit in Anspruch nehmen würde.... dann kommt auch nichts zurück v.v

    Ich denke mir im Moment einfach... dass ich einfach durchhalten muss, denn ich will mir treu bleiben. Wenn schon für sonst nichts oder niemanden, dann tue ich das alles für mein Gewissen, auch wenn es mühsam und nervig und manchmal schmerzvoll ist, was man zu hören bekommt (Beleidigungen) oder eben nicht (Dank etc).
    Irgendwann wird das Leben dich dafür entlohnen, da bin ich ganz sicher :)

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    1. Ich kann Dich so gut verstehen. Es ist echt erschreckend, wie sich unsere Gesellschaft verändert hat. Ich würde an Deiner Stelle auch versuchen durchzuhalten. Du hast schon soviel erreicht, es wäre schade, das alles hinzuschmeissen. Allerdings wenn es gar nicht mehr geht, würde ich es abbrechen. Es nützt ja nicht, das Du daran kaputt gehst. *drückdich*

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  5. Da hast du recht. Es ist depremierend wenn man ständig versucht anderen zu helfen und nie was zurück kriegt.
    Ich versuche es so zu sehen, dass ich den Leuten denen ich helfe einfach gern helfe, ohne irgendwas als Gegenleistung zu erwarten (und wenn es nur ein Dank ist), ABER dann später wenigstens nicht gesagt zu kriegen "was hast du schon je für mich getan"...leider ist mir das aber auch schon passiert.
    Da weiß man vor Enttäuschung gar nicht mehr was man sagen soll, wenn man jemandem jahrelang bei jeder Gelegenheit geholfen hat wie man konnte und dann beim erst bestem Streit sowas vor den Latz geknallt zu kriegen.
    Auf der anderen Seite gibt es aber auch Menschen, wie meine Schwägerin und Schwager, die mir und meinem Mann schon seit Jahren so viel helfen, und denen ich nur wenig zurück geben kann wegen fehlender handwerklicher Fähigkeiten/ wenig Geld etc. wo ich dann einfach froh bin, wenn ich dafür mal Babysitten kann oder von ner Feier heimfahren usw.
    Ich seh deren Hilfe definitiv nicht als selbstverständlich an.
    Vielleicht kriegst du deine Hilfe von den einen Personen nicht gedankt, aber es werden auch Personen in dein Leben kommen die dir sehr dankbar sein werden, oder denen du sehr dankbar bist weil sie für dich alles tun. Aber bis dahin lass dir von ein paar schmarotzern nicht deinen netten, hilfsbereiten Charakter verderben :)

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