Montag, 20. Dezember 2010

Essen als Ersatzbefriedigung

Warum essen wir mehr, als unser Körper es braucht?
Innere Leere und Depressionen und auch das wenig ausgeprägte "Ich" - Gefühl - das alles sind Gefühle, die hinter der Sucht zum essen stehen. Wie oft dient das Essen als Ersatzbefriedigung? Ich glaube, das kennt fast jeder. Süßes, wie z.B Schokolade, wirkt bis ins Gehirn und regt dort die Freisetzung von Neurotransmittern wie Serotonin an. Diese Glücksbote wirken stimmungsaufhellend. Bei Problemen kann man auf diese Weise rasch einen Spannungsabbau erzielen.

Setze ich Essen zur Ersatzbefriedigung ein?
Esse ich zum falschen Zeitpunkt, - also ohne wirklich Hunger zu haben?   
Missachte ich mein Sättigungsgefühl und esse zu viel oder zu wenig ?
Esse ich trotz besseren Wissens das "Falsche", also zu fett, zu einseitig oder zu süss?
Ich schaffe es nicht abzunehmen, obwohl ich ständig irgendwelche Diäten ausprobiere und mein dringender Wunsch abzunehmen ist?
Kreisen meine Gedanken dauernd um das Thema Essen und um meine Figur?
Diese Punkte sprechen einiges dafür, das man gerne Essen zur Ersatzbefriedung einsetzt.

Seelennahrungs-Tipp:
Um Hinweise darüber zu erhalten, welche Gründe bei einem selbst dahinter steckt, sollte man seine Lieblingsspeisen analysieren. 
Was esse ich eigentlich am liebsten? Zu was greife ich häufig und gerne? Kamen diese Dinge schon zu Kindheitstagen auf den Tisch?  Was verbinde ich damit? Wurde ich damit früher getröstet, belohnt oder ruhig gestellt? Oder entwickelte ich diese Vorlieben erst später?

Einen Trick gibt es:
Wenn man Appetit hat, sollte man erst etwas "Kalorienarmes" essen, wie z.B etwa eine Karotte oder einen Apfel. Das sorgt für ein Sättigungsgefühl und der Hunger ist erst einmal befriedigt. Zur Belohnung kann man sich dann ein Stück Schokolade gönnen, aber eben nur ein kleines Stückchen , das man sehr geniessen sollte. Und: Sport treiben. Körperliche Anstrengung aktiviert das Belohnungssystem im Gehirn und eignet sich gut als Ersatzbefriedigung für die Schokolade und macht vorallem nicht dick. Ablenkung wie z.B ein gutes Buch lesen, chatten oder malen und zeichnen - das hilft auch oftmals bei einem Fressanfall.


Kommentare:

  1. hm. ein apfel besänftigt mich aber nicht. und nur ein stückchen schaff ich auch nicht. ich FRESSE UND FRESSE UND FRESSE -.- bis ich irgendwann merke: mein bauch platzt gleich. ich hab nur seelenhunger.

    na toll.

    AntwortenLöschen
  2. das perfekte thema für mich. ich habe allerdings leider immer noch keinen trick gefunden, der mir was bringt, außer: hungern. was anderes führt nur zu fa's =(

    essen als ersatz kenn ich nur zu gut ='(

    AntwortenLöschen
  3. Ich denke, dass fast alle Menschen, die dick sind (außer denjenigen, bei denen es physische Gründe hat) essen als Ersatzbefriedigung für irgendetwas nehmen.
    Sonst würde man ja nicht soviel essen. Richtigen Hunger kennen wir ja meist gar nicht.

    AntwortenLöschen
  4. Essen ist bei mir eine absolute Ersatzbefriedigung, die mich Gott sei Dank nicht dick macht. Mir ist das eig auch seit Jahren bewusst...
    Und ich weiß auch wie schlecht ich mich ernähre, und esse trotzdem das ganze fettige Zeug =/ irgendwie schlimm...

    Und über meine Figur denke ich auch viel nach, es gibt ein paar stellen am Körper die ich nicht so toll finde, die gehen aber nur mit Sport weg =/

    AntwortenLöschen
  5. Essen ist bei mir auch viel mehr Ersatzbefriedung als alles andere.
    Ähnlich wie bei marchioness ist das einzige, was ich tun kann hungern. Wenn ich einmal esse, hör ich auch nicht mehr auf. Selbst, wenn mir schon so furchtbar schlecht ist, dass ich mich gar nicht mehr bewegen mag.

    AntwortenLöschen